Depressionen

Aus Untersuchungen geht hervor, dass emotionale Probleme bei Migränepatienten im Vergleich zur normalen Population ca. zwei- bis dreimal häufiger sind. Auch ist durch standardisierte Testverfahren bekannt, dass bei Migränepatienten tatsächlich ein häufigeres gemeinsames Auftreten von Erkrankungen wie endogener Depression oder Angstattacken vorkommt.

Als biologisches Substrat solcher Erkrankungen wird eine Störung im Serotoninhaushalt angesehen.

Andere Forscher, wie z.B. die Amerikanerin K. Merikangas, gehen davon aus, dass ein Langzeitsyndrom besteht, das mit Angstattacken in der frühen Kindheit beginnt, später von Migränekopfschmerzen abgelöst wird und schließlich dann in höheren Lebensjahren durch depressive Phasen gefolgt wird.

Diagnose

Eine oder mehrere Episoden, in denen während der gleichen Periode über mindestens 2 Wochen Dauer wenigstens 5 oder mehr der folgenden Symptome vorhanden sind:

  • depressive Verstimmung
  • Interessensverlust oder Freudlosigkeit
  • Veränderung von Gewicht oder Appetit
  • Insomnie oder Hypersomnie
  • Psychomotorische Unruhe oder Gehemmtsein
  • Müdigkeit oder Energieverlust
  • Verlust von Selbstwertgefühl oder übertriebene Schuldgefühle
  • Konzentrationsstörungen oder Entscheidungsunfähigkeit
  • wiederkehrende Gedanken an den Tod, Suizidideen, -pläne oder -versuche

Da man weiß, dass man mit Hilfe trizyklischer Antidepressiva bestimmte Kopfschmerztypen behandeln kann, werden Kopfschmerzen tendenziell eher als durch eine depressive Störung verursacht angesehen, wenn sie remittieren, wenn die depressive Störung mit einem nicht-trizyklischen Antidepressivum behandelt wird.