Betablocker

Betablocker gehören in der Migräneprophylaxe zu den Mitteln der 1. Wahl, unter anderem auch wegen ihrer guten Verträglichkeit. Nachfolgend die beiden am häufigsten eingesetzten.

Metoprolol

Metoprolol ist ein Betablocker, der bei Bluthochdruck und zur Migräneprophylaxe eingesetzt wird. Metoprolol besetzt die Beta-Rezeptoren und verhindert damit die Wirkung von Adrenalin am Herzen. Das Herz schlägt langsamer und weniger kraftvoll, dadurch sinkt der Blutdruck. Gleichzeitig verbraucht der Herzmuskel weniger Energie und Sauerstoff. Da Metoprolol den Takt des Herzschlages verlangsamt, kann es auch Herzrhythmusstörungen günstig beeinflussen, wenn sie Folge eines zu schnellen Herzschlages sind.

Metoprolol gehört in der Migräneprophylaxe inzwischen zum Mittel der I. Wahl.

Nachfolgende Nebenwirkungen treten gelegentlich, bis selten auf:

  • Durchblutungsstörungen von Händen und Füßen
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Bronchospasmen, daher nicht bei Asthma einnehmen
  • Bradykardie, Verlangsamung des Herzschlags auf unter 60 Schläge pro Minute

Propranolol

Propranolol ist ein Betablocker, der bei Bluthochdruck, ebenso wie bei Migräne eingesetzt wird. Hier gehört er ebenso wie Metoprolol, zum Mittel der I. Wahl. Propranolol verengt spezielle Gefäße, die bei der Migräne zu stark erweitert sind, auf ein normales Maß.

Mögliche Nebenwirkungen können vorkommen u.a.:

  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Blutdruckabfall
  • Leberwerterhöhungen, sehr selten
  • Verschlimmerung eines Diabetes mellitus, sehr selten

Betablocker sollten in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach strenger Indikationsstellung und Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.