Antrag GdB bei Clusterkopfschmerzen

Das Versorgungsamt richtet sich bei der Feststellung der Behinderung nach den „Versorgungsmedizinischen Grundsätzen“. Diese enthalten Anhaltswerte über die Höhe des Grads der Behinderung (GdB) bzw. des Grads der Schädigungsfolgen (GdS).

Die „Versorgungsmedizinischen Grundsätze“ ersetzen seit 1.1.2009 die „Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht“ und werden vom Bundesjustizministerium unter externem Link www.gesetze-im-internet.de > Gesetze/Verordnungen > V > VersMedV > Anlage zu § 2 > Anlage als Download angeboten.

Chronischer oder häufiger episodischer Cluster-Kopfschmerz wird als Behinderung anerkannt. Cluster-Kopfschmerz ist nicht in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen (früher Gutachterliche Anhaltspunkte) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales aufgeführt. Nach einem Beschluss des Ärztlichen Sachverständigenbeirats beim Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung sind die in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen genannten Kriterien zur Begutachtung von Gesichtsneuralgien und echter Migräne geeignet, im Analogieschluss zu einer sachgerechten GdB/GdS-Beurteilung von Cluster-Kopfschmerz zu gelangen, wobei zu beachten ist, dass wegen der in der Regel stärkeren Schmerzen höhere GdB-Grade in Betracht kommen. Für Gesichtsneuralgien, z.B. die Trigeminusneuralgie, ist der in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen empfohlene Bereich für den GdB 0 bis 80, für die Migräne 0 bis 60.

Empfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft für die Einstufung des GdB durch Cluster-Kopfschmerz:

Episodischer Cluster-Kopfschmerz

GdB (Grad der Behinderung)

  • leicht: möglich 0 bis 30
  • mittel: möglich 30 bis 60
  • schwer: möglich 30 bis 60

Chronischer Cluster-Kopfschmerz

GdB (Grad der Behinderung)

  • leicht: möglich 20 bis 40
  • mittel: möglich 30 bis 60
  • schwer: möglich 60 bis 100