Antiemetika

Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen können Begleitsymptome von Migräneattacken sein. Zusätzlich ist oft die Muskulatur des Magens in ihrer Beweglichkeit gestört und damit die Fortbewegung des Speisebreis.

Sogenannte Antiemetika (Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen) sollen diese Funktionsstörungen bei Migräne beheben. Die Magenlähmung während der Migräneattacke führt dazu, dass die Schmerzmittel kaum in den Darm weitertransportiert werde.

Folge: Die gewünschte Wirkung bleibt aus. Aus diesem Grunde sollten Sie 15 Minuten vor der Einnahme des Migränemittels ein Antiemetikum (Metoclopramid oder Domperidon) einnehmen. Innerhalb dieses Zeitraumes wird die Steuerung der Magenbeweglichkeit wieder normalisiert und das Migränemittel kann dann seine Wirksamkeit entfalten.

Wirkung: Normalisierung der Magen-Darm-Beweglichkeit, Linderung von Übelkeit und Erbrechen

Anwendung:

Metoclopramid: 20 Tropfen, bei frühem Erbrechen 1 Zäpfchen mit 20 mg;
Ersatzweise Domperidon: 30 Tropfen.
Beide Wirkstoffe sind auch in Tablettenform erhältlich.

Vorsichtsmaßnahmen:

Ein vorsichtiger Einsatz sollte bei Nierenerkrankungen und bei Kindern unter 14 Jahren erfolgen. Die Medikamente dürfen nicht eingesetzt werden bei Darmverschluss und -blutungen, Epilepsie, Bewegungsstörungen, bestimmten hormonbildenden Tumoren und in Kombination mit MAO-Hemmern (magensäurehemmende Mittel).

Mögliche unerwünschte Wirkungen:

Selten treten Müdigkeit, Schwindel oder Durchfall auf. Sehr selten können kurz nach der Einnahme Bewegungsstörungen in Form von unwillkürlichen Mundbewegungen, Schlund- und Zungenkrämpfen, Kopfdrehungen, Schluckstörungen oder Augendrehungen auftreten. In diesem Fall liegt eine Überdosierung vor, und Sie sollten einen Arzt rufen. Durch Gabe eines Gegenmittels können diese unangenehmen aber ansonsten ungefährlichen Erscheinungen schnell behoben werden.